Gebäudethermografie
Allgemeine Erkenntnisse zur Thermografie
Aufgrund der Tatsache, dass jeder Körper über dem absoluten Nullpunkt (-273,15°C) eine Eigenstrahlung aussendet, ist es heute mit entsprechend kompakter Technik möglich, z.B. an einem Gebäude verschiedene Oberflächentemperaturen zu erfassen. Grundvoraussetzung für eine Thermografie ist eine Temperaturdifferenz zwischen innen und außen von mind. 15°C. Je größer die Temperaturdifferenz ist, desto besser sind die Ergebnisse. Um störende Einflussfaktoren, wie z. B. solare Einstrahlung, zu vermeiden, werden die Aufnahmen in der Regel in den frühen Morgen- bzw. in den späten Abendstunden vorgenommen.
Es empfiehlt sich zusätzlich zur Außen- auch eine Innenthermografie durchzuführen, da manche Gebäude z.B. hinterlüftete Fassaden aufweisen. Auch die Dachsteine auf dem Dach sind stets luftumspült, so dass die Auswirkung nicht immer die Ursache sein muss.
Zu den Aufnahmen:
Thermografieaufnahme einer Fassade in Preetz am 19.01.2010 um 06:49 Uhr.
Es handelt sich um ein ca. 60 Jahre altes Gebäude.
Messdaten zum Zeitpunkt der Aufnahme:
Außentemperatur -1°C
Innentemperatur 21°C
Wetter: bedeckt
Dem Gebäudealter entsprechend gedämmt Fassade.
Darüber hinaus wurden Störstellen an Fenstersturz und Brüstung vorgefunden.
Tipp
Kalte Innenoberflächen (z. B. Dachschrägen) können auch bei gut gedämmten Gebäuden entstehen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die luftdichte Ebene nicht fachgerecht verklebt bzw. gar nicht vorhanden ist.
Je nach Gebäude kann es also sinnvoll sein, die Thermografie mit einer Luftdichtheitsprüfung (auch bekannt als Blower-Door-Test) zu kombinieren. In diesem Fall ist es u.U. möglich, Undichtheiten in der Dampfsperre, hinter der Konstruktion zu erfassen.
weitere Infos:
ARGE_Thermografie.pdf
Ihr Ansprechpartner
Michael Selk
mselk@arge-sh.de



